#30tageschallenge [kostenlos!]
schreiben wie bukowski
die meisten warten. auf die Muse. Auf den perfekten Satz. Auf den Moment, in dem es sich richtig anfühlt. Der Moment kommt nie. Bukowski hat nicht gewartet. Er kam von der Spätschicht heim, machte sich ein Bier auf und tippte, bis es hell wurde.
Dreckige, ehrliche Zeilen über Kater, Kassiererinnen und die Miete, die er nicht zahlen konnte.
30 Tage lang machst du es genauso. Jeden Tag ein Text. Schlecht ist erlaubt. Nicht schreiben nicht.
„talent ist billig.
der arsch auf dem
stuhl ist alles.“

Das eigentliche Problem
Es liegt nicht am Talent. Es liegt am Stuhl.
du hast bücher übers schreiben gelesen. kurse gekauft. den perfekten füller bestellt. schöne notizbücher, die leer geblieben sind. weißt du, was du nicht gemacht hast? geschrieben.
jeder kneipenhocker hat eine geschichte. der unterschied zwischen dem, der sie erzählt, und dem, der davon träumt, ist keine begabung. es ist die sturheit, sich jeden verdammten tag wieder hinzusetzen.
bukowski hatte keinen abschluss. keinen verlag, der auf ihn wartete. jahrzehnte im postamt, in absteigen, an der pferderennbahn. und trotzdem: jeden abend die maschine. das ist das ganze geheimnis. ein zweites gibt es nicht.
Was du hier kriegst
Dreissig Tage. Dreissig Texte. Keine Gnade.
das hier macht dich nicht zum nächsten bukowski. den job hat er schon gehabt, und er ist tot. es macht dich zu jemandem, der schreibt, statt darüber zu reden.
jeden morgen ein prompt in deinem postfach. du setzt dich hin, kippst es raus, roh und ohne make-up. keine reime, kein geschwätz, kein motivationsquark. das, was ist.
später darfst du kürzen. so kurz wie möglich, so lang wie nötig. aber erst muss es überhaupt auf dem papier stehen.
So läuft es
Vier Schritte. Mehr braucht es nicht.
01 Anmelden
du startest mit allen anderen am ersten. keine sonderwege, keine ausreden vorab.
02 Schreiben
ein prompt, ein text. jeden tag. 20 minuten reichen. wer keine 20 minuten hat, hat auch keine geschichte.
03 Leben
mal fällt ein tag aus. das leben kommt dazwischen, so ist das. kein schlechtes gewissen. mach am nächsten tag weiter.
04 Weitermachen
die 30 tage enden. das schreiben nicht. wer den stuhl einmal kennt, geht wieder hin.
Wie deine 30 Tage aussehen
Vier Wochen. Eine Gewohnheit.
WOCHE 1 — jeden tag ein prompt. kurze texte, bis 30 zeilen. es geht nicht um gut. es geht darum, den arsch auf den stuhl zu kriegen.
WOCHE 2 — weiter jeden tag. die gewohnheit setzt sich. du merkst, dass die welt genug stoff liefert – der kater, die rechnung, der typ an der bushaltestelle.
WOCHE 3 — du schreibst, ohne vorher zu fragen, ob du darfst. das ist der punkt. keiner gibt dir die erlaubnis. du nimmst sie dir.
WOCHE 4 — die letzten tage. nichts neues, kein schnickschnack. schreiben, nachholen, das alte zeug lesen und nicht davor weglaufen.
Tag 30 — wir treffen uns online. ich sag dir, was mir aufgefallen ist, du stellst deine fragen. und du hast 30 texte – mehr als die meisten in ihrem ganzen leben.
Danach — der monat ist vorbei, das schreiben nicht. wer will, ist beim nächsten mal wieder am start.
Bevor du loslegst
Für wen das hier ist. Und für wen nicht.
Das hier ist für dich, wenn
Nicht für dich, wenn
Was andere sagen
Stimmen vom Stuhl
„Scheiß Kurs. Schreibe jetzt ständig, wie der motherfucker Bukowski. Wie soll ich denn so einen Brief fürs Jobcenter schreiben?“
Tina aus Köln
„Leben stinkt. Hab nix zu sagen. Leer wie Whisky-Glas.“
Jörg aus Grevenbroich
„Schreiben schmerzt. Wenn die Leber platt ist, sauf ich auf der Milz weiter.“
Kalle aus Kasterbrauxel
„Kann man machen. Kann man sein lassen. Musst’e selbst wissen.“
Babsi aus Hell’s Kitchen
Was du dich fragst
Die Fragen, die immer kommen.
dann hast du einen tag verpasst. die welt dreht sich weiter. hol ihn nach oder lass ihn liegen. buch führt keiner außer dir.
nein. schreib für die schublade, wenn du willst. bukowski hat jahrzehntelang für niemanden geschrieben und es hat ihm nicht geschadet.
20 bis 30 minuten am tag. mehr nicht. wer die nicht hat, will es nicht.
nein. ein bleistift und die rückseite einer rechnung reichen. das werkzeug war noch nie das problem.
wenn du schreiben willst: ja. wenn du nur das wort schriftsteller magst: nein.
kein roman, keine kunst, kein feuilleton. das, was ist. ehrlich und ohne schminke.
gut. schreiben macht man allein, nachts, im unterhemd. keiner schaut zu.
trag dich für den kostenlosen Kurs ein, wenn du soweit bist. wenn du dich einträgst, geht’s los.
die challenge läuft nur einen monat. du kannst dann schreiben. oder nicht.
Warum es die Challenge gibt
Warum ich dir auf den Stuhl helfe.
ich hab jahrelang darüber geredet, dass ich schreibe. ich hatte die bücher, die ausreden, die pläne und die leeren notiz- und tagebücher. geschrieben habe ich wenig.
Irgendwann hatte ich die Schnauze voll von der Prokrastination. Tausend Ideen, aber keine Zeit. Keine Entscheidung für ein Thema. Andere konnten so viel besser schreiben. Was ich schreibe, interessiert doch keinen. Tausend Ausreden. Nichts machen. Ärmel hochgekrempelt. Endlich. Machen!
irgendwann hab ich aufgehört zu warten und angefangen zu tippen. jeden tag. erst schlecht, dann weniger schlecht. das ist der ganze trick. einen anderen gibt es nicht.
diese challenge ist kein kurs, der dich zum genie macht. den job hat keiner. sie zwingt dich nur auf den stuhl, 30 tage lang. den rest machst du selbst.
— Bukowski-Jedi / [Svenakin Skywalker]

Willst du schreiben wie Bukowski?
Du liest ja immer noch.
Hör auf zu lesen. Fang an zu schreiben.
Als Meister Aufschieberitis-Meister, weiß ich, warum du weiter liest. Jetzt ist Schluss. Trag dich ein. Und macht deine erste Tages-Aufgabe.
#SchreibwieBukowski