Woche 1:
Die Hunger-Spiele

Woche 1: Die Hunger-Spiele
85-Kilo-Challenge • Tag 1–7 • Startgewicht: 182 kg
Ich lebe noch!
Ehrlich gesagt hätte ich nicht gewettet, dass ich das schreibe.
Nicht weil die erste Woche so brutal war.
Sondern weil ich in den letzten zehn Jahren gelernt habe, mir selbst nicht zu trauen.
Aber hier sitze ich. Montag. Waage abgelesen. Überlebt.
Die Zahl, die zählt
176,1 Kilogramm. 5,6 Kilo weniger als letzten Dienstag.
Vor einer Woche waren es noch fast 182. Fünf 1/2 kg weniger in 6 Tagen. Ohne Wunderpille. Ohne Personal-Trainer. Ohne Diät-Influencer. Ohne Ausreden.
Von den 85 Kilo, die ich abnehmen muss, habe ich 6,5 Prozent runter. Und ja, ich weiß, das geht nicht so weiter. Nicht so schnell. Schade. Jetzt wäre so eine Brigitte mit „In 6 Wochen zur Bikini-Figur“ mega. Aber sowas gibt es nicht.
Drei Tage Haferkur. Kein Spaß
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: Haferflocken. Morgens. Mittags. Abends. 75 Gramm pro Mahlzeit. Mit Wasser. Mit Brühe. Mit dem festen Willen, nicht aufzuhören.
Das ist kein Genuss. Das ist Medizin. Aber es funktioniert — und zwar auf eine Art, die mein Körper sofort verstanden hat. Das Schöne bei Haferflocken ist, da bescheißt man sich nicht. Da isst man nicht mehr, weil es gut schmeckt. Aber gerade abends hat mein Magen schon etwas geknurrt. Ab Tag 2 habe ich mich besser gefühlt. Und kochen ging schnell.
Was mir aufgefallen ist, mir ist häufig kalt gewesen. Trotz Sonnentage und eigentlich Wärme draußen, war mir kalt. Abends auf der Couch brauchte ich eine Decke.
Die Hunger-Spiele
Diese erste Woche war ehrlich gesagt ein einziger langer Hunger. Mein Körper hat geschrien. Hat gebettelt. Hat versucht, mich mit allem zu erpressen, was er kennt.
Ich hab ihm gesagt: Halt die Klappe. Wir haben 85 Kilo zu verlieren — und er sitzt mit im Boot.
Was ich gegessen habe. Und was nicht
Freitag gab es Pizza. Ja, richtig gelesen. Pizza. Aber keinen dieser fetttriefenden Lieferservice-Angriffe auf mein Herz. Teig aus griechischem Joghurt (2% Fett), ein bisschen Dinkelmehl, Tomatensoße, magere Putensalami.
Samstag: Hähnchenbrustfilet mit selbstgemachtem Gurkensalat aus 2%-Joghurt.
Sonntag: Bifteki. Wieder der Gurkensalat. Wieder selbst gemacht.
Dazu Intervall-Fasten: 16 Stunden Fasten. 8 Stunden Zeit zu essen. Essen in 2 Mahlzeiten. Mittags um 13 Uhr und dann noch einmal gegen 19 Uhr. Kleiner Snack 30 Gramm Nüsse am Abend. Kein Fast Food. Kein Zucker. Kein Jammern. Dazu Kaffee, Wasser und Wasser mit einem Spritze More Nutrition Multi-Vitamin. Und Disziplin.
Die Hunde haben mich gerettet
Jeden Tag draußen. Nicht weil ich Lust hatte. Weil sie Lust hatten. Samstag sind wir zum See gefahren. Die Bulldogge und ich — wir haben den See umrundet. Knapp vier Kilometer.
Für einen 180-Kilo-Mann war das kein Spaziergang. Das war eine Expedition. Ich kam mir vor wie die Backpackers in Peru. Aber wir haben sie beide überlebt. Börtha (die eine Frenchie-Dame) und ich waren beide im Arsch. Aber positiv im Arsch. Aber am Ende war es schön.
Fitnessstudio? Nächste Woche
Diese Woche zolle ich meinem Körper den Respekt, den er verdient. Fitty erst nächste Woche. Die Bewegung mit den Hunden reicht mir. Ich will mich nicht überfordern. Nicht zu viel auf einmal. Ansonsten wird es zu viel und ich gebe auf oder knicke ein.
Außerdem ist das Wetter noch schön. Da möchte ich lieber mit den Hunden raus, als in einer blöden Halle zu schwitzen. Ernährungsumstellung, Haferkur, Hunger, Hunde — das war genug für den Anfang.
Als schlanker Mensch versteht man das vielleicht nicht. 4 km Spazierengehen klingt nicht viel. Easy peasy.
Nimm doch mal eine Person mit 85 kg Huckepack und lauf mal 4 Kilometer. Bin mal gespannt, wie viele danach noch sagen: War easy. Lauf ich noch eine Runde mit! 😂
Wer 85 Kilogramm zu viel mit sich trägt, weiß, was er seinen Gelenken damit antut. Ich fange nicht an zu rennen, bevor ich gehen kann. Nächste Woche. Studio. Keine Ausrede mehr. Versprochen. Mir, nicht dir.
Fazit nach der ersten Woche
Haferkur ist nicht lecker, aber hilft den Blutzuckerspiegel zu resetten und sich an kleinere Portionen zu gewöhnen. Bereits am 2. Tag habe ich mich besser gefühlt. Haferkur heißt auch, du hast einen 800 bis 900 kcal Tag.
Die anderen Tage kam ich auf ca. 1.300 bis 1.600 kcal pro Tag. 2 Mahlzeiten und Intervallfasten (16/8). Keine Süßigkeiten. Stattdessen täglich 30 Gramm Nüsse als Snack. Gesunde Fette.
Ich hatte gerade ab Mittag echt Hunger. Erträglich, aber Hunger. Manchmal hatte ich durch den Zucker-Entzug leichte Kopfschmerzen. Heißhunger auf etwas anderes hatte ich nicht.
Mir war gerade abends kalt. Trotzdem bin ich motiviert. Ich will es schaffen. Da eh keiner glaubt, dass ich das schaffe, glaube ich an mich.
Was ich nicht will, ist eine Magen-OP. Ich möchte keine Magenverkleinerung. Ich will das auf gesunde Weise selbst schaffen.
Drückt mir die Daumen und feuert mich an!

Blogbeitrag verfasst von
Svenakin Skywalker alias Sven Höhne
Versicherungsmakler. Unternehmer. 182 kg. Auf dem Weg zurück ins Leben.
Seit Mai 2015 baut Sven Höhne fairbeamtet.de auf – von null zu einem der drei sichtbarsten Spezialversicherungsmakler für Beamte in Deutschland. 12 Mitarbeiter. 1,2 Millionen Euro Jahresumsatz. Klingt gut. War es auch. Aber der Preis war hoch: 10 Jahre lang 16-Stunden-Tage, kein Urlaub, kein Leben. Nur Büro.
Jetzt bricht er aus. Baut ein System, das für ihn arbeitet – statt er für das System. Dokumentiert es hier. Unzensiert.
Wer bullshitfreies Wissen will, wie man online sichtbar wird, ein passives Einkommen aufbaut und dabei nicht draufgeht – ist hier richtig.